LeakBase-Marktplatz durch Polizeibehörden in 14 Ländern abgeschaltet

Friday, March 6, 2026
Ein Experte meint jedoch, IT-Führungskräfte sollten sich keine allzu großen Hoffnungen machen, dass die Strafverfolgungsbehörden mit diesen Daten Unternehmen warnen können, dass sie gehackt wurden, oder die Daten nutzen können, um betroffenen Firmen dabei zu helfen, Schwachstellen zu schließen.
„Angesichts der aktuellen geopolitischen Turbulenzen ist ein Datenaustausch zwischen Strafverfolgungsbehörden und dem privaten Sektor eher unwahrscheinlich“, sagte Ilia Kolochenko, CEO des in der Schweiz ansässigen Unternehmens ImmuniWeb. „Zudem könnte ein solcher Datenaustausch in vielen Rechtsordnungen illegal sein, da er fast zwangsläufig Daten enthält, die von Dritten gestohlen wurden.“
„Diese Operation markiert zwar einen weiteren bemerkenswerten Sieg der Strafverfolgungsbehörden über die globale Cyberkriminalität“, fügte er hinzu, „doch der praktische Nutzen wird wahrscheinlich gering bleiben.“
„Erstens sind die gefährlichsten und aktivsten Cyber-Söldner und staatlich unterstützten Hackergruppen gut auf eine mögliche Beschlagnahme solcher Marktplätze vorbereitet und hinterlassen praktisch keine digitalen Spuren oder andere belastende Beweise, die zu ihrer Identifizierung beitragen könnten.
„Zweitens: Selbst wenn aufgrund eines Fehlers oder einer Unterlassung einige Cyberkriminelle entlarvt werden, genießen die meisten von ihnen Immunität in Nichtauslieferungsstaaten. Schließlich haben die geheimen Betreiber solcher Marktplätze fast immer ein Backup und einen Plan B und kehren innerhalb weniger Tage oder Wochen wie eine Hydra schnell zurück.“
„Zusammenfassend lässt sich sagen: Diese Aktion sendet zwar ein starkes Signal, dass Cyberkriminelle strafrechtlich verfolgt werden, doch die weltweite Cyberkriminalität wird wie gewohnt weitergehen“, sagte er. Vollständigen Artikel lesen
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