„Monate, nicht Jahre“: Die Five-Eyes-Warnung vor dem KI-getriebenen Cyberrisiko-Umschwung

Freitag, 26. Juni 2026
Indem sie diese Woche eine gemeinsame Erklärung veröffentlichten, die von den sechs Leitern ihrer Cybersicherheitsbehörden unterzeichnet wurde, haben die „Five Eyes“ eine ungewohnte Grenze überschritten: Sie richteten eine Governance-Warnung direkt an die Vorstände und Exekutivausschüsse – und nicht einfach ein weiteres technisches Bulletin. Ihre These? Künstliche Intelligenz definiert das Cyberrisiko „in Monaten, nicht in Jahren“ neu, und das Zeitfenster zwischen der Entdeckung einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung schließt sich mit beispielloser Geschwindigkeit.
Ilia Kolochenko, Leiter von ImmuniWeb, stuft die Erklärung als „selbstverständlich“ ein, merkt jedoch an, dass sie bereits Ende 2023 hätte veröffentlicht werden sollen. Für ihn liegt die dominierende Bedrohung 2026 weniger in der Abwendung von KI durch Cyberkriminelle als vielmehr im fahrlässigen Einsatz legitimer KI-Systeme innerhalb der Organisationen selbst: Aus Angst, den Zug zu verpassen, setzen Geschäftsführungen KI-Systeme ohne Risikobewertung ein, manchmal sogar ohne ihren CISO zu informieren, und vervielfachen so die Angriffsvektoren. Seine Formulierung trifft den Kern: 2026 benötigen Angreifer kaum noch Zero-Day-Exploits, da unkontrollierte IT (Shadow IT) und fehlerhaft konfigurierte Assets ihnen bereits alle Türen öffnen. Vollständigen Artikel lesen
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