Ausgabe Nr. 196 | Oktober 2026, Woche 5
29. Oktober 2026Bankbetrug mit KI-Stimmen und automatisierte Hacking-Tools rauben mittlerweile sowohl Opfern als auch Unternehmen Millionen ab. Unterdessen verurteilen US-Gerichte Ransomware-Architekten und Krypto-Betrugsringführer zu jahrzehntelangen Haftstrafen, mentre das FBI die zwielichtige Hosting-Infrastruktur auflöst, die sie online hält.

Dutch police arrest two suspects in a €380K AI-powered bank fraud
- Geltungsbereich
- Niederlande
- Threat Actor
- Einzelperson
- Straftat
- Bankbetrug
- Geschätzter Schaden
- €380,000
- Vollstreckungsmaßnahme
- Festnahme
- Verfahrensstatus
- Ermittlungen hängend
Die niederländische Polizei hat zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, mithilfe künstlicher Intelligenz (AI) im Rahmen eines Bankbetrugs mehr als 380.000 Euro von 170 Opfern gestohlen zu haben.
Berichten zufolge nutzten die Verdächtigen KI-generierte Sprachnachrichten, um sich als Banken auszugeben und vor verdächtigen Aktivitäten auf ihren Konten zu warnen. Die Opfer wurden aufgefordert, eine Taste zu drücken, um mit einem angeblichen Bankmitarbeiter zu sprechen.
Die Betrüger wiesen die Opfer anschließend an, eine App herunterzuladen und ihre Bankkarten zu scannen, indem sie diese an ihre Smartphones hielten. Dadurch konnten die Kriminellen Kartendaten über die NFC-Technologie erfassen und Geld an Geldautomaten abheben.
The suspects, aged 23 and 25, were arrested on October 6. One is believed to have developed the system used in the attacks, while the other helped coordinate the operation.
Die Polizei hat die Server der Verdächtigen vom Netz genommen und ihre Handys sowie Laptops beschlagnahmt. Beide Männer befinden sich weiterhin in Haft, während die Ermittlungen andauern.
A former pentester used ARTEX AI in attacks affecting over 90 orgs
- Geltungsbereich
- Südkorea
- Threat Actor
- Zahlreiche Bedrohungsakteure
- Straftat
- Cyber-attacks
- Geschätzter Schaden
- Nicht angegeben
- Vollstreckungsmaßnahme
- Festnahme
- Verfahrensstatus
- Ermittlungen hängend
[[[Die südkoreanische Polizei hat sieben Verdächtige festgenommen, die mit einer Cyberkriminalitätsoperation in Verbindung stehen, bei der mehr als 90 Organisationen kompromittiert und schätzungsweise 8,2 Millionen Datensätze offengelegt wurden. Laut Polizei nutzte die Gruppe bei den meisten Angriffen das ARTEX AI Penetrationstest-Framework.]]]
According to local media, the alleged leader is a 32-year-old self-taught hacker who previously worked at a cybersecurity company from 2019 to 2022. The attacks reportedly began in September 2025 and targeted educational institutions, hospitals, major companies, and golf courses. In 38 incidents, the attacker allegedly demanded a total of 360 million won (€243,600) in ransom payments to not leak the stolen data.
Police said the suspect initially leveraged conventional hacking tools but in late August 2026 adopted AI tools to expand the operation, including ARTEX AI, which was used in attacks against South Korean banks.
Die Behörden nahmen alle sieben Verdächtigen fest, doch nur der mutmaßliche Anführer befindet sich weiterhin in Haft. Er wurde am 15. Oktober festgenommen, zwei Tage später offiziell in Untersuchungshaft genommen und am 23. Oktober an die Staatsanwaltschaft überstellt. Gegen die übrigen sechs Verdächtigen wird weiterhin ohne Haft ermittelt.
Die Ermittlungen im Fall wurden im Juni nach einer Anzeige eines Opfers eingeleitet und die Verdächtigen anhand von Serverprotokollen der kompromitierten Organisationen identifiziert.
A hacker sentenced for Nefilim and Hive ransomware attacks causing over $100M in losses
- Geltungsbereich
- Vereinigte Staaten
- Threat Actor
- Einzelperson
- Straftat
- Computerbetrug und Erpressung
- Geschätzter Schaden
- $100 million
- Vollstreckungsmaßnahme
- Festnahme
- Verfahrensstatus
- Freiheitsstrafe
Artem Stryzhak, a 36-year-old Ukrainian national, has been sentenced to 70 months in prison for his involvement in ransomware attacks targeting hospitals, businesses, law firms, and government agencies worldwide. The attacks caused more than $100 million in losses.
Laut Gerichtsunterlagen schloss sich Stryzhak im Juni 2021 der Ransomware-Gruppe „Nefilim“ an. Er arbeitete mit anderen Hackern zusammen, um sensible Daten zu stehlen, Opfer aus ihren Computersystemen auszuschließen und Lösegeldzahlungen zu fordern, um den Zugriff auf die Dateien wiederherzustellen.
Er wurde zudem zu einem der frühen Partner der Ransomware-Gruppe Hive, die zwischen Juni 2021 und Januar 2023 weltweit rund 1.500 Opfer ins Visier nahm. Die Angriffe beeinträchtigten Unternehmen und Gesundheitsdienste. In einem Fall musste ein Krankenhaus unmittelbar nach einem Angriff die Aufnahme neuer Patienten einstellen.
The FBI helped one of Stryzhak’s victims recover its encrypted files by providing a decryption key, allowing the victim to avoid paying a ransom.
Stryzhak was arrested in Spain in June 2024 and extradited to the United States in April 2025. He pleaded guilty in December 2025 to two counts of conspiracy related to computer fraud and extortion.
FBI shuts down the Virtualine bulletproof hosting accused of supporting cybercrime
- Geltungsbereich
- Vereinigte Staaten
- Threat Actor
- A bulletproof hosting service
- Straftat
- Providing support for illegal activities
- Geschätzter Schaden
- Nicht angegeben
- Vollstreckungsmaßnahme
- A domain takedown
- Verfahrensstatus
- Ermittlungen hängend
The FBI has seized the domain of Virtualine, a hosting provider accused of helping criminals carry out cyber-attacks, launder money and distribute child sexual abuse material. The service operated under several names, including Secury, Massgod, Spamhouse, Lanedo and Omegatech.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft bewarb Virtualine Hosting für illegale Aktivitäten wie Phishing, Kreditkartenbetrug und Spam. Obwohl das Unternehmen behauptete, bestimmte Arten illegaler Inhalte zu verbieten, ignorierte es angeblich Beschwerden und stellte weiterhin Hosting für verdächtige Websites bereit.
Court records say that Virtualine helped operators of a criminal online forum create a new website after receiving complaints from authorities in Germany, Canada and Australia, as well as child protection groups and a victim’s lawyer.
The provider also accepted Bitcoin payments through a service designed to avoid anti-money laundering checks and attempt to hide the source of its earnings.
The investigation was led by the FBI’s Washington Field Office, with support from law enforcement agencies in Germany, the Netherlands and the United Kingdom.
Ein chinesischer Staatsbürger wurde in einem Krypto-Betrugsfall in Höhe von 37 Mio. USD angeklagt
- Geltungsbereich
- Vereinigte Staaten
- Threat Actor
- Individuals
- Straftat
- Cryptocurrency investment fraud
- Geschätzter Schaden
- $37 Millionen
- Vollstreckungsmaßnahme
- Festnahme
- Verfahrensstatus
- Criminal charges
A Chinese national has been arraigned in California after being extradited from the Netherlands over his alleged role in a cryptocurrency investment scam that stole nearly $37 million from 174 victims across the United States.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 44-jährigen Zhen Zhao vor, zusammen mit Komplizen in den USA und Kambodscha Opfer dazu verleitet zu haben, Geld für gefälschte digitale Asset-Investitionen zu überweisen. Die Betrüger kontaktierten ihre Opfer per SMS, über Social Media, telefonisch und über Online-Dating-Plattformen und gewannen deren Vertrauen, indem sie Gewinne versprachen.
Behördenangaben zufolge wurden mehr als 36,9 Millionen US-Dollar von US-Bankkonten auf ein Konto bei der Deltec Bank auf den Bahamas überwiesen, bevor sie in Tether (USDT) umgewandelt und an eine in Kambodscha kontrollierte digitale Wallet gesendet wurden.
Zhao was charged in August 2025 with conspiracy to commit money laundering. If convicted, he faces up to 20 years in prison.
Acht weitere Mitglieder der mutmaßlichen kriminellen Vereinigung haben sich schuldig bekannt. Zwei von ihnen wurden wegen ihrer Rolle im Betrug zu Freiheitsstrafen von 51 Monaten und 46 Monaten verurteilt.
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Ausgabe Nr. 195 | Oktober 2026, Woche 4