Google warnt davor, dass Angreifer KI direkt in laufende Cyberangriffe einbinden
Freitag, 13. Februar 2026
Google bezeichnet die meisten beobachteten Nutzungsfälle jedoch derzeit eher als Ergänzung denn als Ersatz für menschliche Operatoren.
Zumindest ein Cyber-Experte, Dr. Ilia Kolochenko, CEO bei ImmuniWeb SA, war von dem Bericht nicht beeindruckt. Er sagte SiliconANGLE in einer E-Mail: „Dies scheint eine schlecht orchestrierte PR-Kampagne für Googles AI-Technologie zu sein, angesichts des nachlassenden Interesses und der wachsenden Enttäuschung der Investoren in generative AI.“
Zunächst sagte er: „Selbst wenn Advanced Persistent Threats generative AI in ihren Cyberangriffen einsetzen, bedeutet dies nicht, dass generative AI endlich gut genug ist, um ausgefeilte Malware zu erstellen oder die vollständige Cyber Kill Chain eines Angriffs auszuführen. Generative AI kann zwar einige einfache Prozesse beschleunigen und automatisieren – sogar für APT-Gruppen –, aber sie hat nichts mit den sensationellen Schlussfolgerungen über die angebliche Allmacht von generativer AI beim Hacking zu tun.“
Zweitens sagte er: „Google legt sich möglicherweise selbst eine rechtliche Falle. Da das Unternehmen sich voll und ganz bewusst ist, dass staatlich geförderte Gruppen und Cyberterroristen Googles KI-Technologie aktiv für böswillige Zwecke ausnutzen, könnte es für die von diesen Cyber-Bedrohungsakteuren verursachten Schäden haftbar gemacht werden. Der Aufbau von Schutzmechanismen und die Einführung einer verstärkten Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden kosten nicht viel und hätten den gemeldeten Missbrauch verhindern können. Nun stellt sich die große Frage, wer haftbar sein wird, wobei Google darauf wahrscheinlich keine überzeugende Antwort haben wird.“ Read Full Article
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